LAURA MIRTSCH
Einreichung · LICHTROUTEN 2027

Laura
Mirtsch

ECHTZEIT- Relikt
Eine ortsspezifische Projektion auf die rückwärtige Fassade der Stadtbücherei. Digitale Farbschüttung, Fragmente des „Ömmes“ und typografische Ebenen verbinden analogen Verlust mit digitaler Erinnerung.

Redaktionelle Konzeptgrafik der projektierten Fassade
01 · Ausgangspunkt

Der analoge Prozess wird digital erfahrbar

Ausgangspunkt ist die akute Bedrohung des Verschwindens. Die Projektion holt diesen schmerzhaften analogen Prozess in den digitalen Raum und macht ihn rituell erfahrbar.

Grafische Konzeptstudie zur digitalen Farbschüttung

Die digitale Schüttung

Die Fassade wird in monumentalen digitalen Farbschüttungen inszeniert. Tiefes, intensives Rot und organisch fließende Strukturen bewegen sich über Kanten und Fenster.

Die Arbeit greift die körperliche und rituelle Dimension der Aktionsmalerei auf. Hermann Nitsch bildet dabei einen bewusst gesetzten kunsthistorischen Referenzpunkt.

Grafische Konzeptstudie zum analogen Relikt

Das analoge Relikt

Aus den fließenden Farbschüttungen schälen sich in morphischen Zyklen dreidimensionale visuelle Fragmente des Brunnens heraus.

Die steinerne Textur und die markante Form des „Ömmes“ lagern sich über die moderne Architektur der Bücherei. Die Fassade wirkt zeitweise vom Geist des Brunnens „besetzt“.

„Das Wunderbare an der Wahrheit ist, dass sie niemals und erst durch die Summe aller Subjektivitäten objektiviert, ohne dabei jemals allgemeingültig zu sein.“
© LGM
02 · Echtzeit

Bild, Relikt und Schrift verändern die Fassade

Das vorliegende Material beschreibt einen morphischen, zeitlichen Ablauf aus Farbschüttung, hervortretenden Brunnenfragmenten und typografischem Band. Weitere Angaben zur konkreten Echtzeit-Steuerung liegen bislang nicht vor.

Grafische Konzeptstudie zum typografischen Mantra

Typografisches Mantra

Das zentrale Zitat zieht sich als typografisches Band über die Fassade. Es erscheint fragmentiert und wird selbst Teil der zeitlichen Bildkomposition.

Die Website übernimmt dieses Prinzip bewusst nur als visuelle Andeutung. Der genaue Projektionsablauf bleibt der späteren künstlerischen Ausarbeitung vorbehalten.

Grafische Konzeptstudie zu zeitlicher Veränderung und Interaktion

Technische Umsetzung

Für die Projektion ist die im Open Call vorgesehene Technik eingeplant: 1 × Panasonic RZ31 als Projektor sowie 1 × Soundsystem für die akustische Ebene der Arbeit.

Die genaue Medienzuspielung, der zeitliche Ablauf und die konkrete Einbindung der Fassadenarchitektur werden im weiteren Produktionsprozess auf Grundlage der örtlichen Gegebenheiten ausgearbeitet.

03 · Arbeitsproben

Bildmaterial und Referenzen

Ausgewählte Arbeitsproben und Bildstudien zeigen den gestalterischen Ausgangspunkt und die Entwicklung der geplanten Fassadenprojektion.

Arbeitsprobe zur Auseinandersetzung mit Aktionsmalerei
Referenz · AktionsmalereiAuseinandersetzung mit Material, Farbe und körperlicher Geste als Ausgangspunkt für die digitale Schüttung.
Bildstudie zu Ömmes und Fassadenprojektion
Ömmes · BildstudieVisuelle Studie zum Relikt, zur Fassade und zur Überführung des Brunnens in den digitalen Bildraum.
Eigene künstlerische Arbeit von Laura Mirtsch
Referenz · Komposition SWExploration von Material, Bewegung und Malprozess von Laura Mirtsch.
04 · Kurzfilme

Bewegungsstudien

Drei kurze Studien zur geplanten Bildbewegung. Die Filme werden direkt im Browser abgespielt und nicht zum Download angeboten.

Bewegungsstudie 1Digitale Farbschüttung und organische Bewegung.
Bewegungsstudie 2Variation der Projektion auf der Fassadenfläche.
Bewegungsstudie 3Weitere zeitliche und räumliche Variante der Projektion.
05 · Juryunterlagen

Projektunterlagen

Die beiden PDF-Dokumente öffnen sich direkt in einem neuen Browser-Tab. Zusätzlich steht die vollständige Mappe als ZIP zum Download bereit.

Projekt: „ECHTZEIT- Relikt“ · Laura Mirtsch · LICHTROUTEN 2027

Kontakt

Laura Mirtsch
Brucher Weg 49
58507 Lüdenscheid

E-Mail: Laura.Mirtsch@gmx.de